Gurkipedia
Vor mehr als 4.000 Jahren, irgendwo in Indien, hat ein Bauer eine komische kleine grüne Frucht entdeckt. Sie war noch etwas krumm und bitter – wie der neue Mitschüler, der erst mal nicht so richtig reinpasst. Aber statt sie wegzuwerfen, hat er sie mit nach Hause genommen und gedacht: „Aus der wird noch was Großes.“
Die Gurke machte sich dann auf Weltreise. Sie landete in Ägypten, wo sogar Kleopatra sie angeblich für ihre Schönheit benutzte. Die Queen der Antike hat sich Gurken auf die Haut gelegt – wahrscheinlich hat sie dabei gedacht: „Das Zeug macht mich unwiderstehlich.“
Bei den alten Römern wurde es dann richtig luxuriös. Kaiser Tiberius war total verrückt nach Gurken. Er ließ extra teure Gewächshäuser bauen, nur damit er das ganze Jahr frische, knackige Gurken haben konnte. Die Römer haben die Gurke behandelt wie einen Star.
Dann kam das Mittelalter. Die Gurke wurde plötzlich clever: Sie ließ sich einlegen. Mit Essig, Dill, Senf und Gewürzen wurde aus der normalen Gurke die legendäre Gewürzgurke. Auf einmal konnte sie monatelang halten, ohne schlappzumachen. Sie wurde zur Überlebenskünstlerin im Glas – die Heldin der kalten Winter und der langen Seereisen.
Die einen machten sie sauer mit Milchsäure (wie die Osteuropäer), die anderen mit Essig und vielen Gewürzen (wie wir sie heute kennen). Und plötzlich war sie überall: auf dem Brot der Arbeiter, als Beilage beim König und als Retter gegen Skorbut auf Schiffen.
Heute ist die Gurke immer noch da – grün, knackig und ein bisschen frech.
Manchmal mild, manchmal scharf, manchmal klein und frech (Cornichons), manchmal groß und beeindruckend.
Aber eines hat sich nie geändert:
Wenn eine Gurke richtig gut wird, landet sie früher oder später in etwas ganz Besonderem…
…nämlich in deinem Glas oder auf deinem Teller.
Willkommen im Gurkenpalast.
Hier wird jede Gurke wie ein König behandelt!
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